Archiv 2009
 

Bericht 3. Bundesschau Alsfeld 4. + 5.12.2009


Großes Zuschauerinteresse aus dem In-und Ausland und nicht nur in der Spitze hohe Qualitäten waren prägend
für die 3. Bundesschau Blonde d’ Aquitaine, die zum wiederholten Male in der bestens präparierten Hessenhalle
in Alsfeld am 4. und 5. Dezember 2009 stattfand.
Nicht nur aufgrund ihrer hervorragenden Schlachtkörperausprägung, sondern auch durch die anerkannte Leichtkalbigkeit
findet diese großrahmige, ursprünglich im Südwesten Frankreichs entstandene Fleischrinderrasse immer mehr Anhänger in
Deutschland, wie die BDF Statistiken bereits über Jahre hinweg eine konstante Zunahme der Züchter und Halter belegen.
Nahezu 70 Tiere, alle bestens vorbereitet, wurden von den beiden erfahrenen Preisrichterinnen aus Frankreich und den
Niederlanden sicher und eindeutig nachvollziehbar gerichtet, bevor sie den Züchtern und Zuschauern ihr Ergebnis anhand
der Beschreibung jedes einzelnen Tieres erläuterten.
Die Klasse der Altbullen gewann der franz. gezogene Rubiosohn Alto, vorgestellt von Georg Kellerwessel aus Köln, ein
rassetypischer Bulle mit hervorragender Bemuskelung. Der in Schleswig-Holstein gezüchtete Uranussohn Ulino, mit 1423 kg
auch der schwerste Bulle und von Ralf Röschmann,Nortorf, bereits auf der Eurotier 2008 ausgestellt, rangierte vor dem bei
Manfred Göpfert aus Sachsen im Einsatz stehenden Boldor.
Bei den Jungbullen war dem 16 Monate alten Digne, bereits eine enorme Bemuskulung zeigend und 768 kg schwer, der eindeutige
Sieg nicht zu nehmen. Dieser von H:-A. Ackermann auf der Nationalschau Frankreichs im September 2009 in St. Gaudens erworbene
Bulle hat noch eine viel versprechende Zukunft vor sich. Auf den Plätzen zwei und drei folgten ebenfalls aus renommierten franz. Zucht-
betrieben erstandene, bestens entwickelte Bullen aus den Betrieben Sema, dessen Dual die gleiche Genetik väterlicherseits wie Digne
aufweist, und Theo Simon mit dem 661 kg schweren Daxor.
In der stark besetzten männlichen Absetzerklasse ging ein 10 Monate alter, mit 598 kg enorm entwickelter Boldorsohn aus dem Betrieb
Göpfert als Sieger hervor. Aber auch die anderen Hoffnungsträger aus den Betrieben Kömpel (Hessen), Golze (Niedersachsen),
Fürnstall (Hessen) und Stumpf (Rheinl.-Pfalz) kann man eine gute Zukunft voraussagen, da sie neben bester Bemuskelung auch keine
Mängel im Skelett aufzeigten.
In der Klasse der älteren Kühe mit Kalb war die Schau erfahrene Palace aus der Zuchtstätte Ackermann nicht zu schlagen, konnte aber
die Balletteuse d. C. von Günther Schneider aus der Gruppe der jüngeren Kühe mit Kalb nur äußerst knapp auf den Reservesiegerplatz
verweisen. Auch die anderen vorgestellten Kühe waren mit 900 – 1000 kg Schwergewichte
und zeigten gut entwickelte Kälber bei Fuß, was den Milchreichtum dieser Mütter unterstreicht. Hier ragten die Betriebe Lüttike, Kömpel,
Golze, Hoss und Bommers hervor.
Dass die in Deutschland gezogenen Tiere mittlerweile den französischen ebenbürtig sind, sofern Genetik und Haltungsbedingungen stimmen,
wurde bei den tragenden Kühen offensichtlich, konnte sich doch die äußerst harmonische Valdemossa, von Georg Kellerwessel aus Köln
gezüchtet, gegenüber den Kühen franz. Ursprungs durchsetzen. Reservesieger wurde die Angeline von Theo Simon.
Bis auf eine waren alle weiblichen Absetzer und Färsen in Deutschland gezogen: sehr gut entwickelte Tiere, die internationalem Standard
entsprechen, ergaben ein schönes Schaubild in der Hessenhalle.
Die rassetypische Celina aus dem Betrieb Dr. J. Reichwein setzte sich als tragende Siegerfärse vor der Urania von H.-A. Ackermann durch,
bei den jüngeren Färsen wurde die Ulriketochter Usambra von H.-A. Ackermann Siegertier vor der Tasmania von Eduard Hillens (Niedersachsen).
Urania erhielt auch den von der FIERBA, der Dachorganisation der blonden Nationalverbände auf europäischer Ebene, einen Pokal mit der
Auszeichnung „ Miss Zukunft“ , überreicht von Präsident und Sekretär dieser Organisation Ed Neerinx und Bas Bouman. Aber auch alle anderen
Färsen waren eine Augenweide, wie die beiden Preisrichterinnen und Züchter aus Frankreich konstatierten.
Die über eine exzellente Genetik verfügende Melanie von Martin Harms, Raddestorf, stach unter den weiblichen Absetzern hervor und wurde
mit dem Siegertitel belohnt. Reservesieger wurde Riella von Bernd Stumm, Tochter des Midatest Leichtkalberbullen Richelieu.
Die Familiensammlung gewann Peter Kömpel mit Flair vor Heiner Bommers, Kalkar, mit Pauline. Beide Kühe zeigten sehr gut bemuskelte
Nachkommen, welche die Leistungsfähigkeit der Blonden Rasse demonstrierten.
Die Betriebssammlungen zeigten, dass die Blonde Züchter nicht nur über Einzeltiere der gehobenen Klasse, sondern auch über ein hohes Niveau
der Gesamtherde verfügen. Es siegten die Sammlungen Kellerwessel vor Ackermann und Golze, wobei deutlich wurde, welche Schwerpunkte
die einzelnen Betriebe setzen: Kellerwessel und Ackermann mehr die edlen Zuchttypen, Golze eher die fleischbetonten, frühreifen Tiere.
Dr. Erhard Heinz vom hess. Ministerium für Landwirtschaft etc. ließ es sich nicht nehmen,
seine Verbundenheit zu den Fleischrindern mit der Vornahme der Siegerehrung zu bekunden und die Veranstaltung zu fördern.
Die Züchter konnten die Qualität der Tiere der 3. Bundesschau Blonde d’ Aquitaine im Vergleich zu den ersten beiden nochmals steigern,
vor allem zeigte sich, dass die in Deutschland gezüchteten denjenigen aus dem Ursprungsgebiet ebenbürtig sind.

Dr. J. Reichwein, Geschäftsführer BBA

Ehrenpreisstifter 3. Bundesschau Blonde d’ Aquitaine 2009

Dr. Erhard Heinz, Hess. Ministerium für Umwelt, Energie , Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Heiner Bommers: 2 Säcke Kälberkraftfutter der Fa. Milkivit
Fam. Bittner: Wanderpokal für die beste selbstgezogene Färse
Albrecht Dörendahl: 50,- € für die beste Färse bis 1 Jahr
FIERBA: Pokal für die „ Miss Zukunft“
Fam. Kellerwessel: 3 x 50,- € Preisgeld


Ergebnisliste 3. Bundesschau Blonde d’ Aquitaine 5.12.2009 Alsfeld



         Name                    Geb.datum                Gewicht                    Besitzer                               Züchter


Bullen älter 3 Jahre:

Sieger:
       1. Alto                 21.11.2005                  1236kg               G. und L. Kellerwessel NRW   Frankreich

       2. Ulino                03.10.2005                   1423kg               Ralf Röschmann SH                  H.-A. Ackermann

       3. Boldor              06.10.2006                  1403kg                M. U. B. Göpfert SA               Frankreich


Kühe mit Kalb 7 Jahre und älter:


Sieger:
       1. Palace              24.09.1999                  1100kg               H.-A. Ackermann   SH             Frankreich 
           Patricia              11.04.2009                   414kg

       2. Pomme              24.12.1999                 1057kg                M.Lütticke NRW                      Frankreich  
           El Dorado          16.06.2009                   298kg


Kühe mit Kalb 3-4 Jahre:


Reserve- Sieger
          1. Balletteuse     13.03.2006                   928kg               Günter Schneider NRW            Kellerwessel
              Enna                13.04.2009                   308kg

          2. Flair                 05.03.2005                 1029kg              P.Kömpel HE                           H.   Fürnstall        
              Esmiralda         20.04.2009                   328kg

          3. Indiana             03.12.2006                   890kg              K.-D. Golze NS                        derselbe
              Pedro               13.10.2009                   149kg

          4. Bichette            24.05.2006                   878kg              C. Hoss HE                                Frankreich
                                      11.05.2009                   253kg

           5. Perle                25.07.2006                  732kg                H. Bommers NRW                     derselbe           
               Peggy              17.06.2009                   175kg




Kühe tragend 5 Jahre und älter:


Sieger:

        1. Valdemossa        02.09.2004                   990kg                G. u. L. Kellerwessel NRW            derselbe

        2. Ulrike                  20.09.2003                 1160kg                H.-A. Ackermann SH                     Frankreich

        3. Ugolie                  20.07.2003                 1001kg               G. u. L. Kellerwessel NRW             Frankreich

        4. Pauline                 10.09.2003                   919kg               Desiree Lieven NRW                       Heiner Bommers


Kühe tragend 3-4 Jahre:

Reservesieger:
        1. Angeline             03.12.2005                    1050kg              Theo Simon RPF                            Frankreich

        2. Belinda                22.08.2006                      942kg               Peter Kömpel HE                          Frankreich



Färsen tragend 28-31 Monate:


Sieger:
        1. Celina                  04.04.2007                     717kg                  Dr. J. Reichwein HE                       derselbe

        2. Pia                        15.07.2007                     657kg                  Heiner Bommers NRW                  derselbe


Färsen tragend 22-27 Monate:


Reservesieger:
        1. Urania                 16.10.2007                    777kg                  H.-A. Ackermann SH                     derselbe

        2.Claudine                29.11.2007                     772kg                 Theo Simon RPF                             Dieter Maaßen

        3. Clair                     03.12.2007                     806kg                  Peter Kömpel HE                           derselbe

        4. Feodora               10.01.2008                     708kg                  Berthold Frede NRW                     derselbe

        5. Idiella                   15.10.2007                      745kg                 Bernd Stumm RPF                         K.-D. Golze



Jungbullen 15-22 Monate:


Sieger:
       1. Digne                     02.08.2008                     768 kg                H.-A. Ackermann SH                    Frankreich

       2. Dual                        20.08.2008                     634 kg               Andrea Sema RPF                          Frankreich

       3. Daxor                     11.08.2008                     661 kg               Theo Simon RPF                             Frankreich



Färsen 15-19 Monate:


Reservesieger:
        1.Tasmania             19.06.2008                       557 kg                  Eduard Hillens NS                         derselbe

        2. Trixi                     16.06.2008                       590 kg                 Eduard Hillens NS                         derselbe

        3. Mandela P            15.05.2008                       504 kg                Frank Groba SA                            derselbe


Färsen 12-15 Monate:


Sieger:
       1. Usambra                04.09.2008                     575 kg                    H.-A. Ackermann SH                  derselbe

       2. Dayla                      15.09.2008                     552 kg                   Günter Schneider NRW                derselbe

       3. Direction                 06.09.2008                    472 kg                    Andrea Sema RPF                        Frankreich

       4. Bessy                      29.11.2008                    460 kg                    G. Steinsträter NRW                    derselbe

       5. Dolce-Vita              08.11.2008                     494 kg                   P. Kömpel HE                              derselbe

       6. Gold Ines                04.11.2008                     549 kg                   K.-D. Golze NS                           derselbe

       7. Bona P                    01.12.2008                     455 kg                  Fr. Groba SA                               derselbe


Absetzer männlich 7-12 Monate:


Sieger:
        1. BA                    03.02.2009                       598 kg                        M.Göpfert SA                        derselbe

        2. Gold                   02.01 2009                       555 kg                        K.-D. Golze NS                     derselbe

        3. Rico                   17.12.2009                       453 kg                         B. Stumm RPF                       derselbe

        4. Eldorado            03.03.2009                       507 kg                         P. Kömpel HE                       derselbe



12-14 Monate:


Reservesieger:
          1. Domodos          27.11.2008                    563 kg                          P. Kömpel HE                         derselbe

          2. Hans                  04.11.2008                     558 kg                         H. Fürnstall HE                        Dr. J. Reichwein

          3. Richard              01.12.2008                     542 kg                         B. Stumm RPF                         derselbe




Absetzer weiblich 10-12 Monate:


Sieger:
       1. Melanie              07.01.2009                        434 kg                       Martin Harms NS                      derselbe

       2. Riella                   04.12.2008                        406 kg                       Bernd Stumm RPF                     derselbe

       3. Alea                    29.01.2009                         418 kg                      G. Steinsträter NRW                  derselbe

       4. Eserine                23.01.2009                         417 kg                      Theo Simon RPF                        derselbe

       5. Helene                 25.01.2009                         305 kg                     A. Dörendahl NRW                    derselbe

       6. Benita                  19.12.2008                         292 kg                     St. Kremer NRW                        A.  Dörendahl

       7. Michelle               25.01.2009                                                         H. Fürnstall HE                            derselbe



Familiensammlung: 1. Peter Kömpel He mit Flair

                                 2. Heiner Bommers NRW mit Pauline


Betriebssammlung: 1. G. und L. Kellerwessel NRW

                                 2. H.-A. Ackermann SH

                                 3. K.-D. Golze NS



Die ersten Bilder der 3. Bundesschau 2009

Bilder sind urheberrechtlich Geschützt.Eine Verwendung auf andere Webseiten
ist nur mit Absprache des Fotografens möglich. Anfragen unter spicker@t-online.de









                                                             
 






 

 






S.Spicker

 Hier finden Sie den Ausstellungskatalog




Reise ins Ursprungsgebiet der Rasse Blonde d' Aquitaine


Am Dienstag den 15.09.09. flog ich mit meiner Frau Leonie von Frankfurt nach Toulouse.


Nach angenehmem Flug und Übernahme unseres Mietwagens, erreichten wird am späten Nachmittag den Betrieb von
Damien und Jean Blanc, in Montdurausse im Departement Tarn. Jean Blanc in Züchterkreisen auch „Patron de la Blonde“
genannt, hat seinem Sohn Damien eine durch gezüchtete Herde aufgebaut. Viele gute Rubio Töchter dominieren diese Herde.
Aktuelle Bullen sind Söhne von Valdo, Arum, sowie Artichaud. Die Region dort ist sehr karg und felsig, da die Kühe nur
Stroh zugefüttert bekommen, waren sie nicht sehr stark konditioniert. Die Saugkälber erhalten als Beifutter Getreideschrot.

Am Mittwoch den 16.09. 09 setzten wir unsere Reise von Agen im Departement Lot et Garonne fort. Agen, ein schönes altes
Städtchen ist gleichzeitig Sitz der französischen Herdbuchgesellschaft der Rasse Blonde d'Aquitaine. Als erstes erreichten wir
vormittags den Betrieb von Paul Messegue im Dorf St. Martin de Goyne. Der 150ha große Betrieb verfügt über sehr fruchtbare
Böden. Durch intensive Beregnung sind Höchsterträge möglich. So erntete er, einen Tag vor unserem Besuch, Körnermais mit
12,5to/ha bei 17% Feuchte.

Seine alten Kühe, viele vom Champion Nigaud abstammend, prägen das Bild der Herde. Da sein Sohn keinerlei Passion für die
Zucht hat, wird dieser Betrieb leider in absehbarer Zeit die Zucht einstellen.

Gegen Mittag kamen wir in Marsolan, auch wie der vorherige Betrieb, im Departement Gers gelegen, auf dem Betrieb von
Christine Barrieu, an. Während Christine, von ihrem Vater unterstützt, die beeindruckende Blonde d'Aquitaine Zucht führt,
betreibt ihr Ehemann 10km entfernt einen hoch intensiven Ackerbaubetrieb. Unter intensivster Beregnung wird
Zuckerrüben-Mais-Raps-Möhren sowie Zwiebelsaatgut erzeugt.

Die Blonde Herde wurde in den 60er Jahren mit zwei zugekauften Kühen aus der Nachbarschaft aufgebaut. Heute stehen
72 Herdbuchkühe, sowie deren Nachzucht im Betrieb. Typvolle schwere Kühe mit besten Beinen, so war unser Eindruck
als wir auf die völlig ausgedörrte Weide kamen.
Vater Barrieu sagte, das 2009 das trockenste Jahr seit 1959 sei, vom 01.06. bis heute vielen lediglich 6mm Regen. Die
Konsequenz ist zufüttern auf der Weide. Mit dem Futtermischwagen wird Grassilage angereichert mit Mineralfutter, sowie
Stroh zur freien Aufnahme vorgelegt.

Alte Genetik über Belphegor-Ultimo sowie Arlequin -Urawa-Dizier-Furet sind die Stammväter der produzierenden Kühe.
Vom Bullen Uranium, einem Orly Sohn aus der Herde Barberin sahen wir beste Nachzucht.

Vom Bullen Athos, gezogen bei Earl Ceron in Haute Garonne sahen wir ca. 60 Nachkommen. Super Tiere, wo alles
stimmte- Typ,Entwicklung, Länge, allerbeste Beine und Klauen, große lange und breite Becken, sowie eine selten erlebte
Ruhe bei allen Tieren des Betriebes begeistern uns.
Da Athos über Renato-Nebo-Geo seit Generationen bewährtes Leistungsblut verfügt, sehen wir in seinem 11-monate alten
Sohn Derby aus der 13-jährigen, 1200kg schweren Elitekuh Nenette, abstammend von Hamilton-Belphegor-Arlequin die
ideale genetische Ergänzung zu unserem Rubio Sohn Alto.

Nenette
Nenette

Derby
Derby

Die Uranium Tochter Doscane wird ihren Stallgefährten Ende Oktober begleiten, wenn wir sie nach Köln auf den Dresenhof holen.

Nach sechs Stunden verabschiedeten wir uns von äußerst sympathischen gastfreundlichen Züchterfreunden.

Abends, gegen 19:30Uhr erreichten wir den Betrieb Labat im Ort Peyret St. Andre, am Fusse der Pyreneen. Im gleichnahmigen
Departement Hautes Pyrenees. Am Fusse des Gebirges regnet es deutlich mehr, als in den vorher besuchten Betrieben. Die Zucht
basiert auf besten Töchtern der Bullen Geo und Nebo, beides Paris erfolgreiche Bullen.

Donnerstag den 17.09.09 bezogen wir für drei Nächte unsere Zimmer in Villeneuve, im Hotel des Cedres, einem tollen Haus bestens
geführt , mit toller fanzösischer Küche. Abends traf sich unsere Gruppe deutscher Blonde d'Aquitaine Zücherfreunde. Wir erlebten
einen geselligen schönen Abend im Hotel.

Freitag 18.09.09 , der Concours National in St. Gaudens im Departement Hautes Garronne begeisterete aufs neue alle Blonden Fans.

600 Ausstellungtiere in bester Kondition (teilweise auch übertrieben ausgefüttert) zogen Besucher aus Columbien, Mexico, Argentinien,
Peru, Moldavien, Ungarn, Polen, Schweden, Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Österreich und der Schweiz genau wie uns,
in ihren Bann.
Den ganzen Tag wurde mit drei Richtgruppen, a 2 Personen, die Platzierung der Tiere durchgeführt. Dies fand in zwei Vorrichtringen sowie
einem Hauptring statt. Vor Beginn des Richtens kaufte unser Vorsitzender Hans Ackermann den 13 Monate alten Voltaire Sohn Digne,
aus der bekannten Zuchtstätte Puech in Senquillac im Departement Tarn, der anschliessend seine Sektion gewann.
Dieser sehr gut entwickelte, aus hoch erfolgreichem ausstellungbewärtem Mutterstamm, gezogene Jungbulle wird sicherlich in Zukunft noch
nachhaltig positiv in der der deutschen Zucht wirken, und die bekannte Zucht unseres Vorsitzenden bereichern. Herr Sema aus dem Saarland
kaufte einen Halbbruder dieses Bullen aus gleicher Zuchtstätte.

Nach einem hervoragendem Menü und den dazu servierten Weinen der Region, verbrachten wir wiederum einen gemütlichen Abend im
Kreise der Züchterfreunde.

Samstag 19.09.09.
Der Samstag ist traditionell dem Richten der Betriebs- und Familiensammlungen sowie den Championatsentscheidungen vorbehalten.
Da seitens der Veranstalter keine Betriebsbesichtigung für Samstag geplant war und viele Züchterfreunde darüber enttäuscht waren,
organisierten die Unterzeichner spontan für 15:00Uhr die Besichtigung der Familienbetriebe 1.Earl Ceron in dem Ort Plagnole, sowie
den benachbarten Betrieb seines Bruders, Marie Josee Ceron, im gleichen Ort.
Beide Betriebe sind typische Blonde d'Aquitaine Zuchtberiebe dieser Region. Sehr hügelige und schwierige Bedingungen kennzeichnen
das Departement Hautes Garonne. Bereits Anfang April findet in dieser Region die Heuernte , bzw. die Ernte der Grassilage statt.
Trockene Sommer sind kennzeichnend, im Sommer 2009 wurde der Silomais in beiden Betrieben 15x bewässert !!

Beide Betriebe züchten bereits in der dritten Generation Blonde d'Aquitaine Rinder. Im ersten Betrieb sahen wir sehr gute Kühe die
nur mit Stroh zugefüttert werden, dadurch natürlich entsprechend mager sind. Im zweiten Betrieb wird etwas Grassilage und
Getreideschrot zugefüttert, was der Kondition der Kühe zu Gute kommt.

In beiden Betrieben werden die Kälber morgens von ihren Müttern getrennt und verbleiben im Laufstall, ihnen steht zur freinen
Aufnahme Getreideschrot zur Verfügung, ebenso gutes Heu.
Diese Haltungsverfahen ist traditionell für diese Gegend und soll die Mütter etwas schonen.

Bei Marie Josee Ceron deckt ein Teilor Sohn aus einer Jirens Mutter, Züchter Patrick Sazy.
Überzeugend waren die Kälber dieses Bullen Alsator der über Teilor-Milord-Email und Inakas bestes Blut der altbekannten
Zuchstätten Yvette Albiac sowie Bernadi in sich trägt. Eine Tochter der 16-einhalb-jährigen mehrfachen Bullenmutter Issue
von Ramo begeisterte die ganze Gruppe.
Im Anschluss ist es uns gelungen dieses Kalb zu kaufen.
Wir hoffen mit ihr nocheinmal eine interessante Linie in unseren Betrieb zu etablieren.

Sonntag 20.09.09 besuchten 10 Züchterfreunde den Betrieb der Familie Puech, mit 140 Kühen und ca. 200 Nachzuchttieren
sicherlich einer der größten Züchter Frankreichs. Wie Hans Ackermann berichtete, sind bereits drei Kinder der Familie in den
Betrieb eingestiegen. Es ist beabsichtigt die Herde auf 200 Kühe zu vergrößern. Größte Ruhe und hervoragende Charakterstärke
zeichnen diese Tiere aus. Der Betrieb ist seit langem erfolgreicher Ausstellungbeschicker auf allen grossen Schauen. Nachdem
Frau Puech zu einem umfangreichem Essen im Kreise der Familie einlud, erreichten unsere 10 Züchterfreunde mitten in der Nacht
das Hotel .

Als Resume unserer Reise sind meine Frau und ich, allen besuchten Familien dankbar, für die offene und gastfreundliche Aufnahme.
Wir haben sehr nette alte Freunde getroffen und neue dazu gewonnen.
Die Tage im Kreise unserer deutschen Züchterfreunde waren, wie zu erwarten, gesellig und rundherum schön. Das grosse Interesse
für unsere geliebten „Blonden“ stärkt die Gemeinschaft und bringt unsere Rasse immer weiter nach vorne.

Gruppenbild

Ein Teil der deutschen Gruppe auf der Weide des Züchters Ceron (im Bild links)


Für diejenigen die noch nicht dabei waren, ist es eine Reise wert !


Köln, im September 2009

Leonie und Georg Kellerwessel


Nationalschau Blonde d`Aquitaine in St.Gaudens


Gottlob konnte die Nationalschau in diesem Jahr ohne Einschränkungen durch die Blauzungenkrankheit stattfinden.
Fast alle der 621 gemeldeten Tiere wurden vorgestellt.
Bereits am Donnerstag wurden die Tiere angeliefert und vorbereitet. Für die Züchter aus Nordfrankreich bedeutet dies,
verladen der wertvollen Fracht gegen 1 Uhr Nachts und Ankunft in St.Gaudens nachmittags gegen 16 oder 17 Uhr. Offensichtlich
hatten alle die Fahrt
gut überstanden und wurden sogleich für den Concours vorbereitet.

Herrichten

Freitags werden die einzelnen Gruppen etwa gleich alter Ausstellungstiere gerichtet. Jeweils die Sieger treten am Samstag an,
um den Sieg der einzelnen Altersklasse zu erringen.

Sieger

Die Klasse der jungen Rinder gewann CANDY aus der Zuchtstätte Morin. Das männliche Pendant war DISCO, vorgestellt
von GAEC Lapayrade.

Sieger 2

In der mittleren Altersklasse war CERISE erfolgreich, präsentiert wurde dieses Rind von der Zuchtstätte SARL St.Jean. Zum besten
Bullen dieser Altersklasse wurde BARREJAC von Barre Jaques gekürt.

Sieger 3

Die Klasse der erwachsenen Kühe wurde von VANILLE aus der Zucht Plante-Moulet gewonnen. Sie war bereits in Paris dieses Jahr Siegerin.
Bei den Bullen war AARON erfolgreich vorgestellt von Dubosc/Hontang.

Sieger Kuh

Patrick Sazy setzte sich bei den Kühen mit Kalb mit VISIANE durch.


Die Mitglieder des Bundesverbandes besuchten am Samstagnachmittag die Zuchtstätten der Gebr. Ceron. Kurzfristig hatte
Georg Kellerwessel für uns diesen Termin vereinbart, dafür und für seine Dolmetschertätigkeit bedanken wir uns aufs Herzlichste.

Gruppenbild


Die Brüder José-Marie und Francois Ceron sind seit der Entstehung unserer Rasse mit Engagement dabei. Viele Ihrer
Blonden waren und sind erfolgreich bei Nationalschauen und in Paris. Besonders auffallend die Ruhe und Gelassenheit
der Tiere in beiden Herden. In diesem Jahr hatten sie nur 20 mm Regen seit Mai, weshalb die Wiesen kaum Futter bieten
(auf obigem Foto gut zu erkennen). Um die Kühe etwas zu schonen werden die Kälber lediglich morgens und abends für
1 Stunde zu ihren Müttern gelassen. Die Qualität der Blonden in beiden Herden ist sehr gut. Jose-Marie konnte in St.Gaudens
bei den jungen Rindern einen ersten Platz erringen und war auch mit seinem derzeitigen Herdenbullen Aleator auf dem ersten
Platz zu finden.
Jedes Jahr ist es etwas Besonderes zu erleben, mit welcher Herzlichkeit und Gastfreundschaft wir von unseren französischen
Züchterkollegen empfangen werden. Vielen Dank den Familien José-Marie und Francois Ceron.

Zelt

Am Sonntag wird entschieden welche Region die beste Gruppe Blonde d`Aqutaine stellt. Dieses Jahr konnte die Region
Midi-Pyrénées Sud die Challenge Interregional für sich entscheiden. Nachmittags werden noch die Teilnehmer für Paris 2010 festgelegt.
Am Samstag wurden alle Tiere sowie ihre Besitzer einzeln vorgestellt. Den Zuschauern bietet sich dadurch die Gelegenheit jedes
Tier ausgiebig zu sehen, ohne lästiges Nachschlagen im Katalog. Gelegenheit zum Fotografieren war dadurch ebenfalls vorhanden.
Eine durchaus nachahmungswerte Neuerung.
Der Concours National in St.Gaudens war ein grosses Erlebnis. Sehenswert die Blonde d`Aquitaine Zuchttiere, bedeutend die vielen,
wenn auch manchmal recht holprigen Gespräche mit den „Franzosen“, die Freundlichkeit mit der einem begegnet wird und die
Gastfreundschaft mit der wir empfangen wurden. Wichtig auch die Gelegenheit mit den deutschen Kollegen ausführlich zu fachsimpeln,
wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde.


Theo Simon



Landesfleischrinderschau wieder ein voller Erfolg

Fleischrinder in Schleswig-Holstein – leistungsstark und wetterfest


Wenn das Wetter auf der diesjährigen NORLA auch nicht grandios war, die präsentierten Fleischrinder waren es:

In diesem Jahr wurde die Präsentation der Fleischrinder gemeinsam von der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG (RSH)
und dem Fleischrinderverband Schleswig-Holstein (FRZ) ausgerichtet. Insgesamt über 70 Tiere aus 9 Rassen konnten
gezeigt werden – als typische Rassevertreter nahmen sie an den Tierparaden bzw. Rassevorführungen teil und boten ein
buntes Bild.
Neben den hervorragenden Vertretern der Intensivrassen Blonde d´Aquitaine, Charolais und Limousin zeigten sich die
Rassen Angus, Welsh Black, Galloways, Highland Cattle und die Rassen Shorthorn und Dexter, von denen es jeweils
nur etwa 350 Tiere gibt, in bester Qualität. In beeindruckender Weise konnte Zuschauern und Fachleuten der Zuchtfortschritt
der letzten Jahre vorgeführt werden.
Den Höhepunkt bildete der am Sonntag ausgerichtete Wettbewerb, zu dem Dr. Josef Dissen, ein Fachmann auf diesem Gebiet,
eigens aus Bonn angereist war.
Dr. Dissen kommentierte kurzweilig die Konkurrenz der hochwertigen Tiere. Schließlich konnten für die einzelnen Kategorien die
Titel der Klassensieger und für jede Klasse (Bullen, Kühe, Färsen) die Titel „Sieger über alle Rassen“ bzw. Reservesieger vergeben
werden.

Blonde d´Aquitaine

Zwei Bullen und eine Kuh mit Kalb präsentierten die Intensivrasse Blonde d´Aquitaine während der Landestierschau. Der
großrahmige, lange und sehr typvolle ULINO, gezogen von Hans Ackermann, Steinfeld, und im Besitz von Ralf Röschmann,
Nortorf, belegte den 1a-Platz. Der schaugewohnte Uranus-Sohn zeigte eindrucksvoll den Rassetyp und die Leistungsfähigkeit
dieser Rasse. Auf 1b kam URAN aus der gleichen Zuchtsstätte und im Besitz von Jörg & Lutz Schnoor, Treia. Uran
präsentierte sich sehr feingliedrig und gut bemuskelt. Die französische Kuh PALACE von Hans Ackermann ist Mutter des
Besamungsbullen Ontario. Die zehnjährige Kuh und ihr Kuhkalb Patricia stehen hervorragend im Zuchtziel. Palace zeigte
sich sehr korrekt im Exterieur und gut bemuskelt.

Ulino
Ulino

Uran
Uran

Unser Dank gilt allen Mitwirkenden dieser gelungenen Veranstaltung, insbesondere den Züchterinnen und Züchtern,
aber auch den Organisatoren, der AG Tierzucht, den großzügigen Spendern der Preise und den vielen Helfern.


Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

Claus Henningsen

04321-905305

fleischrind@rsheg.de


Landestierschau in Rendsburg
Wettbewerb Fleischrinder am 06. September 2009








Blonde d´Aquitaine - Bullen






Kat.- Platzierung Name des Tieres Name und Wohnort des Besitzers
Nr.


30 1a Ulino Ralf Röschmann, Nortorf
31 1b Uran Jörg u. Lutz Schnoor, Treia




Blonde d´Aquitaine - Kuh






Kat.- Platzierung Name des Tieres Name und Wohnort des Besitzers
Nr.


33 I Palace Hans Adolf Ackermann, Steinfeld










Tarmstedt 2009


Auch in diesem Jahr waren die Blonde d`Aquitaine Züchter aus Niedersachsen wieder
mit ihren Tieren auf der 14.Landesfleischrinderschau in Tarmstedt vertreten.
Ausgestellt wurde eine Richtgruppe "Altbullen,, von den Zuchtbetrieben: Krüger,Garbsen ,
Wiekenberg,Uetze und Spicker aus Wittmund. Alle drei Bullen konnten sich sehen lassen,
und machten durch Ihren Typ,Ausstrahlung und Erscheinung Werbung für die Rasse. Auffallend
war auch die Ruhe der Tiere auf dem Stand obwohl die Tiere aus dem Deckeinsatz kamen.
Den1a Preis konnte sich der über vierjährige in Frankreich von Earl Barbaz gezogene Reveursohn
Amiral,im Besitz von T.Krüger Garbsen sichern. Er verkörperte den Mischtyp mit feinem Skelett
und ausgeglichener Bemuskelung.
Amiral

1b ging an Pablo,ein Picasso-Sohn (Podium),aus der bekannten Jirens Linie,gezogen und im
Besitz von H.-H.Wiekenberg. Dieser 2,5 Jährige frühreife Bulle überzeugte durch seine Tiefe
in der Vorderhand, und die sehr gute plastische Bemuskelung,bei sehr gutem breitem Becken
und korrektem Skelett.
Paplo

1c wurde der 2,5jährige Triyan Sohn Tokio,von S.Spicker Wittmund aus der Zuchtstätte Hummelsheim.
Korrekt im Skelett und hoch auf den Beinen hätte er noch etwas mehr an gefüttert werden können, um
das Potential der Blonden Rasse zu demonstrieren.

Tokio

Es wäre schön,wenn im nächsten Jahr vielleicht mehr Blonde Züchter bereit wären, ihre Tiere vorzustellen,
da auf der Tarmstedter Ausstellung doch reges Interesse an Fleischrindern vom Publikum besteht.
Trotz sehr viel Regen kamen täglich über 20000 Besucher zu dieser Landwirtschaftlichen Ausstellung.


Hans-Helmut Wiekenberg

Sonja Spicker



Blonde d´ Aquitaine-Züchtertreffen
bei Familie Ackermann in Steinfeld


Am 13. Juni 2009 fanden sich über 20 Blonde d´ Aquitaine-Züchter und Interessierte auf dem
Betrieb von Hans Adolf Ackermann in Steinfeld zum alljährlichen Züchtertreffen der Rasse Blonde
d´ Aquitaine. Nach einem Frühstücksimbiss und Begrüßung ging es zu den „Blonden“ auf die Weide.
Auf der Pferdeweide konnten die Kühe mit den Kälbern in Augenschein genommen werden. Besonderer
Hingucker: die sehr korrekte, zehnjährige Lafayette-Tochter PALACE, Mutter des Besamungsbullen ONTARIO.

Altkuh

Aktueller Zuchtbulle ist der knapp 3-jährige BEETHOVEN (Valdo x Genadier), von dem die ersten Nachkommen
in der Herde zu besichtigen waren. BEETHOVEN, ein Bulle mit enorm viel Typ, einer sehr langen Mittelhand, der
mit dem Vater Valdo und dem Urgroßvater Jirens beste Blonde d´ Aquitaine-Genetik führt. Valdo war Sieger auf
der National Schau in Frankreich und Sieger in Paris. Die Kälber von BEETHOVEN zeigen sich sehr korrekt mit
einer enormen Länge und einer sehr plastischen Bemuskelung.

Beethoven


Auf der Färsenweide konnten die Jungrinder des Betriebes angesehen werden. Ruhige, typvolle Färsen, die von
den Vätern Uranus, Agroton und Scout abstammen.

Färsenweide

Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion im Züchterstall standen die anstehenden Tierschauen und das
Zuchtziel der Rasse.
Claus Henningsen von der Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G. berichtete über die im September stattfindende
Landesfleischrinderschau im Rahmen der NORLA vom 3. – 6. September 2009. In diesem Jahr wird die Rasse
Blonde d´ Aquitaine mit einer Richtklasse sowie Demotieren vertreten sein.
Weiter berichtet Claus Henningsen über den aktuellen Herdbuchbestand der Abteilung Fleischrind und den
durchgeführten Leistungsprüfungen. Mit 120 Kühen und Bullen steht die Rasse in der Abteilung an fünfter
Stelle. Die Herdbuchzahlen der Rasse steigen Jahr zu Jahr. In der letzten Zuchtwertschätzung waren unter
den Top 10 Bullen Deutschlands alleine 5 Bullen des Betriebes Ackermann.

Familie Ackermann gilt ein besonderes Dankeschön für die erwiesene herzliche Gastfreundschaft!


Claus Henningsen
Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.
Tel. 04321-905 305
Email: fleischrind@rsheg.de


Ackermann2

Herdenbesichtigung während des schleswig-holsteinischen Blonde d´ Aquitaine-Treffens
bei Hans Adolf Ackermann in Steinfeld
Foto: Henningsen


Ein Schritt in die richtige Richtung –
das 1. Färsenchampionat am 6.Mai 2009


Unter dem Motto “Best of” stand die erste Großveranstaltung ihrer Art in Deutschland
und sie wurde trotz
der gegenwärtigen Krisenstimmung und der ungünstigen Wechsel-
kurse in Osteuropa ein Erfolg. Von den 62 aufgetriebenen Tieren konnten 61 verkauft
werden.
Die Organisation an beiden Veranstaltungstagen, durchgeführt von der RBB Rinderproduktion
Berlin-Brandenburg in Groß-Kreutz „Brandenburger Rindermarkt“, war ohne Tadel. Der Auftrieb
der Tiere verlief reibungslos und ohne Wartezeit und die Mitarbeiter der RBB waren sehr freundlich
und hilfsbereit. Wie wir alle wissen, ist es ja manchmal nicht so einfach, Färsen auf den richtigen
Weg zu bringen, aber dafür hatte das Team des RBB großes Verständnis. (Es wurde sogar eine
Färse versteigert, die den Ring lange vor dem Zuschlag gegen den Willen ihres Beschickers wieder
verlassen hatte.)
Beteiligt waren die Zuchtverbände: Fleischrinderherdbuch Bonn FHB, Masterrind (Sachsen und
Niedersachsen), Rinderzucht Mecklenburg-Vorpommern RMV, Rinderzucht Schleswig-Holstein
RSH und RBB.
Präsent waren die Rassen Angus, Charolais, Blonde d´ Aquitaine, Fleckvieh, Hereford, Limousin
und Uckermärker.
Angemeldet waren 7 Blonde d`Aquitaine-Färsen, 5 davon wurden aufgetrieben. Es beteiligten
sich die Zuchtbetriebe Ebbers, Bocholt mit 2 Tieren, Golze, Dassel mit 2 Tieren und Simon, Hauptstuhl
 mit einer Färse. Vielen Dank an die mutigen, tatkräftigen Züchter, die den langen Weg nach
Groß-Kreutz bei Berlin auf sich genommen haben, um unsere schöne Rasse vor großem Publikum
zu präsentieren und den Wettstreit mit andern Fleischrassen im direkten Vergleich zu suchen.
Die Färsen wurden zunächst innerhalb ihrer Rasse in der entsprechenden Altersklasse gegenein-
ander gerichtet. 1a Rind der Rasse Blonde d`Aquitaine wurde die genetisch hornlose Idiella P,

Idiella


eine Onyx -Tochter aus der Liahn PC- Tochter Idee P von K.-D.Golze, 1b wurde die Ogre -Tochter
Douce aus der Leprince-Tochter Union von Theo Simon. C und d Rangierungen wurden nicht
vorgenommen. Idiella P zeigte sich korrekt, harmonisch in den Übergängen und mit an-
sprechender Bemuskelung. Die jüngere Douce gefiel durch ihren Rahmen mit viel Länge, und einem
guten Becken, wie wir es von Ogre kennen. Es fehlte ihr leider noch etwas, bedingt durch die extreme
Spätreife der Ogre Nachkommen, an Ausgeglichenheit und Harmonie.
Am Auktionstage wurden alle 1b Tiere von der Chefin der Fleischrindabteilung des RBB Cornelia
Buchholz ausführlich dem Publikum vorgestellt. Danach stand für die besten 1a Tiere jeder Rasse
der Wettbewerb um die begehrte Championatsschärpe an. Die 1a Tiere der größeren Rasseblocks
mussten noch einmal gegeneinander antreten, sodass in jeder Alterklasse nur 1a Tier pro Rasse und
Altersklasse übrig blieb, das sich dann mit den 1a Tieren der anderen Rassen in seiner Altersklasse
messen musste. Idiella P (18 Mon.) stand im Wettbewerb mit einer Limousin- und einer Charolaisfärse.
Sie bekam von den Richtern Averbeck (Masterrind) und Dissen (FHB) den Sieg in ihrer Altersklasse zu-
gesprochen und erhielt so eine der 3 begehrten Championatsschärpen. Die anderen beiden gingen
an Orelie, ein tragendes Limousinrind und an Inghua, eine hübsche Herefordfärse.

Championatstiere


Bei der anschließenden Auktion wurden zunächst die Champions verkauft:
Orelie (Limousin) 2200,- €, Idiella P (BdA) 2500,-€, Inghua (Hereford) 2700,- €.
Es wurden folgende -Durchschnittspreise -Höchstpreise erzielt:

Limousin 1938,- € 3300,- €
Angus 1250,- € 1700,- €
Fleckvieh 2040,- € 2900,- €
Hereford 1610,- € 2700,- €
Blonde 1960,- € 2500,- €
Uckermärker 1733,- € 2400,- €
Charolais 2042,- € 2800,- €
Über alle Rassen: 1830,- €


Insgesamt waren die Preise zufrieden stellend: Es waren nur wenig Blonde-Käufer da, obwohl
die Veranstaltung insgesamt sehr gut besucht war.
Idiella P ging auf einen Betrieb nach Rohrbach im Hunsrück, Douce wechselte für 2000,- € zu
Frank Groba nach Sachsen und die zweite Golzesche Färse, eine Nutin-Tochter hat ihre neue
Heimat in Brandenburg gefunden (1900,- €).
Für das 2. Färsenchampionat 2010 wäre zu wünschen, dass sich sowohl die Zahl der Beschicker,
als auch die Zahl der Besucher aus den Reihen der Blonde d`Aquitaine-Züchter erhöht, denn nur
zusammen sind wir stark und können etwas zur Verbreitung unserer schönen Rasse beitragen.


B.Golze







6.6.2006 NRW Treffen 14UHR

der Blonde d Aquitaine Züchter


WO G. und L. Kellerwessel
Gut Dresenhof , Dresenhofweg 57
50765 Köln

Vorstellung des akuellen Bundes- und Landessiegerbullen
ALTO (9/9/9 )von Rubio aus der Petula von Massey
(Züchter SCEA Plante-Moulet ) sowie des 1. Jahrgangs dieses
Vererbers , unter anderem seinen 14 monatigen Sohn Dondolo
aus der Venise von Ogre ( 9/8/8 ) und der kompletten Herde.
Anschließend gemütliches Kaffeetrinken in lockerer Runde.
Gäste und Freunde aus anderen Gebieten sind ebenso herzlich
willkommen .Bitte meldet Euch zwecks Vorplanung unter
01722632413 0der 01735127770


Bis bald





Nachruf

Am 08.03.2009 verstarb, im Alter von 36 Jahren, Henry Lauterbach aus Bad Lauchstädt
Sachsen Anhalt. Herr Lauterbach gehörte zu den Nachwuchszüchtern. Er war gerade dabei,
sich eine Blonde Herde aufzubauen. Wir wollen Ihn in ehrenhafter Erinnerung behalten.


Sonja Spicker



Gelungene Hauptversammlung in Drensteinfurt

Am 14.03.2009 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung in Drensteinfurt statt.

Allendorf

Betriebsvorstellung durch Paul Allendorf

Oberst

Der imposante Deckbulle "Oberst "

Der Bericht von der Versammlung wurde uns vom NRW Wochenblatt zur verfügung gestellt.

Er kann hier unter " Versammlung 2009" als PDF Datei heruntergeladen werden.


S.Spicker



Beeindruckendes Landestreffen der Hessen am Aschwiesenhof

Am Samstag den 28. Februar 2009 versammelten sich rund 40 hessische und außerhessische Züchter
und Interessenten der Rasse Blonde d´Aquitaine am Aschwiesenhof in Lützelnach. Familie Roßmann
bewirtschaftet den Aschwiesenhof mit ca. 100 ha. bestehend aus 66 ha Grünland und 32 ha Mais
und Getreide, 80 Mutterkühen mit Nachzuchten und Bullenmast der eigenen Absetzter sowie 200
Schweinemastplätzen, Schwerpunkt des Betriebes ist jedoch die hofeigene Direktvermarktung.

Nach einer kurzen Begrüßung vom Organisator der Veranstaltung Holger Fürenstall, stellte
Betriebsleiter Dieter Roßmann die Betriebsstruktur sowie die  Betriebsphilosophie des Aschwiesenhof
den Besuchern vor. Und vor dem, im Jahr 2000 erbauten, Mutterkuhstall präsentierte Herr Roßmann
mehrer Gruppen mit reinrassigen Absetzern und Kreutzungsabsetzern, Jungrindern und seine reinrassigen
Blonden Herdenbullen.


Tiere  

 

Um nur zwei der drei Bullen zu benennen ist zum einen ein Leo-Sohn aus der Hibernatus Mutter Silke,
ein sehr imposanter Bulle, der mit nur 40 Monaten eine beachtliche Größe von 1,70m mißt und ca. 1400kg
auf die Waage bringt. Zum andere ein Jungbulle, der ebenfalls wie der Leo-Sohn aus der Zucht von Leonie
und Georg Kellerwessel stammt. Dieser Jungbulle ist ein Sohn von Tsar (von Orly)  aus der Passive, einer
Falloutochter, ein sehr Typvoller Bulle der mit knapp zwei Jahren den Ansprüchen der Rasse mehr als gerecht wird.

 

Bei den Nachkommen der beiden Spitzenvererbern wurde schnell deutlich wie leistungsfähig unsere Rasse
hinsichtlich Rahmen und Muskelentwicklung nach nur einer Generation seien kann. Eine F1-Kreuzungskuh im
HF-Typ führte ein bemerkenswertes Kalb bei Fuß mit sich, lang und groß und an den edelsten Fleischpatien mit
ausgeprägter plastischer Bemuskelung.


Stall 

Mutterkuhstall und integrierter Bullenmaststall indem 250 Köpfe genügend Platz finden

 

Nach einem leckeren Imbiß fand ein Erfahrungsaustausch unter den Züchtern und Interessenten statt.

Anschließend konnte man die hofeigene Verarbeitungs- und Verkaufsräume besichtigen. „HIGHLIGHT“ des Tages
war die Besonderheit unserer schönen Rasse. Ein Schlachtkörper eines zu 75% reinrassigen Blonden Bullen von 570kg
Schlachtgewicht. Fleisch in sehr schöner Farbe mit einer geringen Fettabdeckung trotz des enormen Gewichtes
und einer wunderbaren intramuskulären Fetteinlagerung, hierbei wird selbst Skeptikern (Stichwort: Vermarktungs-
schwierigkeiten bei mehr wie 320kg Schlachtgewicht) den Wind aus den Segeln genommen beim Anblick eines
solchen Augenschmauses, einfach lecker!

 

Nach der Besichtigung des Hofladens und interessanten Gesprächen lief die Versammlung allmählich aus.

Mein besonderer Dank gilt der gesamten Familie Roßmann, die unsere Rasse so bestens präsentierten und
dem leiblichen Wohle genüge taten.

Peter Kömpel


Züchtertreffen der Blonde ´d Aquitaine Züchter
aus NRW bei Familie Allendorf.


Am 11.10.08 trafen sich die Blonde `d Aquitaine Züchter aus NRW bei Familie Allendorf.
Der Einladung von Paul Allendorf und Georg Kellerwessel folgte viele Züchter unserer Rasse.
Paul Allendorf und Georg Kellerwessel begrüßte die erschienen Züchter. Als erstes stand die
Besichtigung einer Kornbrennerei auf dem Programm.
Im Anschluss an die Besichtigung der Kornbrennerei fuhren wie im Konvoi zurück zum Hof von
Familie Allendorf.
Paul Allendorf erläuterte im einzelnen seinen Betrieb und verteilte eine Liste mit Informationen
über seinen Tierbestand mit Geburtsjahr, Abstammung und Bewertung. Einzelne Tiere seiner
Herde wurden von ihm vorgestellt.
Paul Allendorf setzt seit einigen Jahren hornlose Linien ein und wir hatten einen direkten
Vergleich über die Leistungen von gehörnten und ungehörnten Linien.
Nach der Tierbesichtigung traf man sich bei einer Tasse Kaffee und selbst
gebackenen Kuchen.
Bei vielen gemeinsam Gesprächen ließ man den Tag ausklingen.
Georg Kellerwessel erzählte einiges über die Vorstandsarbeit. Größtes Thema
zur Zeit war die anstehende Bundesschau 2009, die zum damaligen Zeitpunkt noch in
Cloppenburg stattfinden sollte.
Im Namen von mir und allen Anwesenden möchte ich mich für die Einladung von
Paul Allendorf und Georg Kellerwessel bedanken.
Ein besonderes Dankeschön an die ganze Familie Allendorf für das bestens
vorbereitete Treffen und für die gute Bewirtung.


Ch. Schneider




30. Fleischrindertage in Verden


Am 13. und 14. Februar fanden in Verden die Niedersächsischen Fleischrindertage bei
ungewohnt winterlichem Wetter statt. Viele Besucher sahen sich wohl dadurch veranlasst
zuhause zu bleiben oder zumindest den Anhänger zuhause zu lassen, so dass über alle
 Rassen die Verkaufszahlen der letzten Jahre nicht erreicht werden konnten und einige
Tiere ihren Besitzer nicht oder nur zu unbefriedigenden Preisen wechselten. Vielleicht
mag auch die allgemein unsichere finanzielle und konjunkturelle Situation an dem ver-
gleichsweise mäßigen Erfolg dieser Veranstaltung Anteil gehabt haben.
Sicher ist aber, dass nur ausgesuchte Qualität auf einer Großveranstaltung etwas zu suchen hat.
Die dort angebotenen und damit einem großen Publikum vorgestellten Tiere sollen ein Aushänge-
schild für den Zuchtbetrieb und die niedersächsische Fleischrinderzucht sein. Mindere Qualitäten
lassen sich unter Umständen besser ab Hof vermarkten (lebend oder auch geschlachtet).
Nur wenn die angebotenen Tiere Hingucker sind, machen Sie auch für ihre Rasse Werbung - das
sollten alle Züchter bedenken, insbesondere aber die der kleinen Rasseblöcke (wie Blonde d`Aquitaine),
die sich, um ihren Marktanteil zu erhöhen, ständig mit den großen Rasseblöcken messen müssen, um
den einen oder anderen Züchter abzuwerben. (Man kann nicht immer nur von der Überlegenheit der
Blonden gegenüber den etablierten Rassen wie Charolais, Limousin, Fleckvieh usw. sprechen, ja
beinahe schon philosophieren, man muss den Züchtern der anderen Rassen zeigen und beweisen, dass
sich der oftmals angestrebte und manchmal auch realisierte höhere Preis für die Anschaffung eines
blonden Tieres lohnt. Arbeiten wir also zunächst einmal an der einwandfreien Qualität unserer Tiere
und gewöhnen wir uns daran, das nicht jedes gezüchtete Tier, auch wenn es von super(teueren)
Eltern und/oder aus dem Embryotransfer stammt, ein wertvolles Zuchttier werden muss.
Das Geschäft ging schon mal besser und wir sollten die Fehler nicht nur bei anderen suchen.
Nun zu den Schautieren auf dem niedersächsischen Fleischrindertag:
Es sollte eine Bullenparade geben und für die Rasse Blonde d´Aquitaine waren 3 Altbullen vom
Zuchtverband eingeplant, 2 stellten sich dem Wettbewerb. Beide Bullen konnten sich sehen lassen:
der eigens auf dem Erzgebirge angereiste Boldor, der als sehr großrahmiger Bulle mit seinen 28
Monaten eine enorme Entwicklung aufweisen kann und nach 6 Stunden Transport noch 1165 kg
auf die Waage brachte. Die Harmonie zwischen Skelettenwicklung und Bemuskelung ließ allerdings
bei diesem Bullen verglichen mit seinem in Deutschland gezogenen Konkurrenten Pablo noch
Wünsche offen.
Pablo, ein Jirens-Großsohn aus der Zucht von Hans-Helmut Wiekenberg (Bollmoorhof) aus Uetze
bei Hannover zeigte, was ein blonder Bulle leisten kann. Im Alter von gut 24 Monaten brachte er 940 kg
auf die Waage, die sich sehen lassen können. Das gesamte Erscheinungsbild beeindruckte das Publikum
und die Preisrichter. Bei diesem harmonisch entwickelten Bullen passt von der Farbe bis zum Charakter
alles zusammen. Bemuskelung und Skelettentwicklung stehen in nahezu idealem Verhältnis zueinander.
Pablo ist ein schicker mit langer Mittelhand und korrekten Fundamenten ausgestatteter Deckbulle, der
seiner Bemuskelungsnote 9 alle Ehre macht und von dem wir zukünftig sicher noch hören werden.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Zuchtprodukt.

Die Verdener Spätlese, eine Auktion ausgesuchter Färsen am Züchterabend, wurde vom Zuchtbetrieb
Golze beschickt. Idea, eine Pagnol-Tochter aus einer Crack x Ramo – Mutter, wies bei einer enormen
Entwicklung (685 kg, 1,48 m mit 16 Mon.) ein tadelloses Skelett auf. Ihre langlebige, milchreiche Mutter
hat in diesem Jahr zum 9. x gekalbt. 6 Töchter befinden sich bereits auf dem Golzeschen Hof. Idea wurde
von einem im Aufbau befindlichen Blonde d`Aquitaine-Zuchtbetrieb aus Garbsen bei Hannover für 2700,00 €
ersteigert.

Idea

Die Verkaufskollektion der Jungbullen bestand aus 4 Tieren, die allesamt noch kein Jahr alt waren. Sandro,
ein Iholdy-Großsohn gezogen von Matthias Hunder aus Warmsen, der Beste aus der Gruppe, erzielte bei
ansprechender Bemuskelung und einer täglichen Zunahme von gut 1519 g einen Steigpreis von 2400,00 € .

Sandro


Er deckt zukünftig auf einem niedersächsischen Zuchtbetrieb. Ebenfalls gut entwickelt präsentierte sich Marvin,
ein Mikado x Nielsen von Thomas Bittner, Twistringen. 776 gekört und 560 kg schwer, erhielt er bei 2000,00 €
den Zuschlag. Der gen. hornlose HHB gekörte Bulle Panker erzielte immerhin 1800,00 € Zuschlagspreis. Hermes,
der jüngste Bulle aus der Gruppe, geb. am 13.3.2008 fand vermutlich aufgrund seiner noch unzureichenden Entwicklung
keinen Käufer.


Beate Golze




RUNDSCHREIBEN I/2009


Sehr geehrte Damen und Herren,


in der Anlage erhalten Sie die Einladung zur diesjährigen Bundesversammlung am 14.3.2009,
zu der der Vorstand um zahlreiches Erscheinen bittet.
Auch in diesem Jahr wollen wir Ihnen wieder eine Studienfahrt zur Nat. Schau Frankreichs vom
17.-20.September nach St. Gaudens, am Fuße der Pyrenäen am Fluss Garonne im Departement
Haute-Garonne gelegen, anbieten.
Um den Organisatoren die Arbeit vor allem im Hinblick auf die schwierige Zimmerreservierung zu
 erleichtern, liegt während der Versammlung eine Liste aus, auf der eine definitive Anmeldung
vorgenommen werden muss.
Mitglieder, welche zur Versammlung verhindert sind, müssen bis zum 10. März 2009 per e-mail
 (juergen.reichwein@web.de) bzw. für Mitglieder ohne e-mail per Fax (06482/919528)
ihre Zimmerwünsche definitiv mitteilen.
Eine spätere Anmeldung kann aus organisatorischen Gründen nicht erfolgen! Die Anreise erfolgt
individuell, über gemeinsame Anreise befragen Sie bitte Ihre(n) Landesvorsitzende(n), die
regionale Fahrgemeinschaften oder Flugreisen organisieren.

Erneut richte ich die Bitte an diejenigen Mitglieder, welche noch nicht über eine Internetadresse
verfügen, sich eine solche einzurichten bzw. einrichten zu lassen. Wer sich noch nicht sicher in
diesem Medium bewegen kann, fragt bitte um Rat bei einem meist jüngeren Verwandten oder
Bekannten. Es erleichtert die Arbeit des Geschäftsführers immens.

Aktuelle Informationen ( z. B. Ergebnisse der Landesschauen) finden Sie stets auf unserer Internetseite.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. J. Reichwein, Geschäftsführer BBA





Besichtigung Aschwiesenhof am 28.02.2009 ,11.00Uhr

Liebe Kollegen,
gerne kommen wir der Anfrage zur Besichtigung unseres Betriebes nach.
Wir werden Ihnen zeigen wie sich die Einkreuzung der Rasse Blonde d' Aquitaine
positiv auf die Entwicklung unserer Schlachttiere auswirkt. Dies werden wir anhand der
Masttiere und eines Schlachtkörpers anschaulich machen. Neben der Kreuzungsherde,
haben wir seit diesem Jahr, auch einige Tiere im Herdbuch.
Die eingesetzten Deckbullen sind von bester Genetik.
Wir werden eine kleine Gruppe weiblicher Tiere sowie einen deckfähigen Jungbullen zum
Verkauf präsentieren.
Zu Ihrer Begrüßung halten wir einen kleinen Imbiss bereit, deshalb bitten wir um kurze
Rückmeldung bei Holger Fürnstall. Tel. 06484/437

Es lädt Sie ein:
Dieter Roßmann,
Brunnengasse 4, 64397 Modautal-Lützelbach
Tel.06254/2885 mobil 0160/99122429
www.dieters-wurstladen.de info@dieters-wurstladen.de

Geographische Daten:
Lage: Odenwald
Höhe NN: 420 m
Niederschläge: 750 mm
Boden: sandiger Lehm, ca. 30-50 Bodenpunkte

Betriebsschwerpunkte:
Mutterkuhhaltung
Schweinemast
Grünland
Ackerbau
Direktvermarktung

Bodennutzung: Viehbestand:
Grünland: 66 ha Ackerbau 32ha Mais und Getreide 80 Mutterkühe + Nachzucht+
Bullenmast gesamt ca250 Stück
200 Schweinemastplätze

Betriebsentwicklung:
Landwirtschaft
1973 Urlaub auf dem Bauernhof Mitarbeiter:
1985 Beginn Direktvermarktung Landwirtschaft ein fest Angestellter,

1992: Neubau Metzgerei (Laden) Metzgerei 4Angestellte und 4 Aushilfen
2000: Neubau Mutterkuhstall
2009 geplant Neubau Schweinestall

Familie:
Betriebsleiterehepaar: Marion und Dieter Roßmann,

3 Kinder (Mareike, Lena, Dennis)
Altenteilerehepaar Ilse und Adam Roßmann

Mitarbeiter:
Landwirtschaft ein fest Angestellter, Metzgerei 4Angestellte und 4 Aushilfen



Wegbeschreibung Aschwiesenhof
über A5 Ausfahrt Seeheim-Jugendheim Richtung Jugenheim, Balkhausen,Staffel,
Beedenkirchen links ab nach Modautal-Brandau auf der Vorfahrtsstraße bleiben
Richtung Lützelbach. Sie sehen den Stall rechts von der Straße.
Aus Osten über Dieburg, Groß-Zimmern, Spachbrücken, Reinheim, Groß-Bieberau
rechts ab Richtung Fischbachtal, Niedernhausen, Billings, Steinau vorbei, durch
Lützelbach nach der Kreuzung sehen sie denn Stall links von der Straße.











Fleischrindertage in Ilshofen

Die Fleischrindertage Ilshofen am 6. und 7. Februar 2009 zeigten einen beachtlichen
Querschnitt der Leistungsfähigkeit der süddeutschen Fleischrinderzucht.
Aufgetrieben waren 128 Tiere der Rassen Angus, Blonde d’Aquitaine, Charolaise ,
Fleckvieh, Galloway, Highland,  Limousin,  Pinzgauer und Zwergzebu.
Sowohl die Schau als auch der Verkauf der Tiere waren durch die RBW mit Zuchtleiter
Dr. Thomas Schmidt glänzend organisiert und durchgeführt.  Die Auktionstiere aller Rassen
erzielten im Schnitt gute bis sehr gute Preise,  bei der Rasse Limousin gestaltete sich der
Verkauf sehr flott.
Die am Freitag und am Samstag durchgeführte Rassenpräsentation zeigte die Vielfalt  innerhalb
der  Süddeutschen Fleischrinderzucht.  Auch in diesem Jahr war unsere Rinderrasse BLONDE D’AQUITAINE
verteten. Die Rinderzucht BA Dr. S. Grieshaber zeigte das sehr feine und Rückenmuskel- betonte
Rind ROYALE (V: Ringot x VM:Fallou)
im Ring.  Bei einem Gewicht von 580 kg wurde ein Rückenmuskelflächenwert von 106 cm² ! gemessen ,
ein Wert , welchen manch männliches Tier anderer Fleischrinderrassen und höherer Gewichtzunahme bei
weitem nicht erreichte. Wir freuen uns auf die nächsten Fleischrindertage und hoffen , dort weitere Tiere
präsentieren zu können.

Royale 

 

Dr. Siegfried Grieshaber




Hessischer Fleischrindertag 2009 in Alsfeld


Wie jedes Jahr ist für mich Hessen der Start in die Ausstellungssaison. Sich nach langer Winterpause,
 in der wunderbaren Halle in Alsfeld mit Kollegen zu treffen ist immer ein Ereignis. Leider wurden in
diesem Jahr nur 5 Rinder sowie 3 Kühe mit Kälbern ausgestellt. Ein Grund für die geringere Anzahl ist,
dass der Veranstalter weder tragende Färsen noch tragende Kühe zugelassen hat. Natürlich werden
unsere Züchter durch eine derartige Entscheidung besonders gehandicapt, da die meisten unserer Züchter
noch im Herdenaufbau sind und natürlich nicht auf beliebig viele Ausstellungstiere zurückgreifen können.
Frau Buchholz vom RBB war als Richterin eingesetzt und entschied sich für folgende Platzierungen:
Die Rinderklasse dominierte Peter Koempel. Die ersten drei Plätze gingen an seinen Betrieb.
Platz 1 belegte Castella, eine Leo Tochter aus Flair. Sie stammt wie ihre auf Platz 3 gewertete Schwester
Clair aus Embryo Transfair, aus einem geteilten Ei. Beide fielen durch ihren hohen Rassetyp und ihren
enormen Wuchs auf. Auf Platz 2 eine sehr gut bemuskelte Rubio Tochter aus Gunda. Platz 4 ging an
eine Scout Tochter von Christof Hoss vorgestellt, gefolgt von Mary, die von Toronto abstammt und
von Holger Fürnstall gezogen wurde. Beide konnten im Wuchs mit den Tieren aus ET nicht mithalten.
Bei den Kühen mit Kalb belegte Fantasie von Peter Kömpel den Spitzenplatz.
Gezogen wurde die Maurice Tochter bei Holger Fürnstall. Ein Tier in gemischtem Typ, mit sehr schöner Farbe,
hervorragender Bemuskelung und sehr guter Länge sowie schulmäßigem Euter. Sie führt ein Mutterkalb von
Tristan, welches über sehr viel Boden stehend, durch hervorragende Rückenmuskulatur besticht. Victorine,
gezeigt von Christof Hoss belegt den zweiten Platz. Bestechend an dieser Kuh ist das für die Zucht von
Frau Barbaz so typische sehr breite, lange platte Becken. Sie führt ein schickes Orion Kalb mit einer wunder-
bar feinen Haut.
Komplettiert wird das Ergebnis durch die Siegerin des letzten Jahres Gunda. Ebenfalls von Peter Kömpel vorgestellt,
führt sie ein Bullenkalb von Tristan.
Mein Dank an die Aussteller, solche Tiere werben für unsere Rasse.

Am frühen Nachmittag folgte noch eine Versteigerung. Enttäuschend ist das richtige Wort, für das, was dann folgte.
Etliche der aufgetriebenen Tiere wurden nicht verkauft, da die Gebote die Schmerzgrenze deutlich überschritten. Lassen
sie sich nicht von der beim ZBH veröffentlichten Liste täuschen sie ist nicht korrekt. Von den Blonden wurde von 5 auf-
getriebenen Tieren nur ein Tier verkauft. Die Qualität der Tiere war sehr, sehr gut, was auch durch die Körung unterstrichen
wurde. So lag das Höchstgebot für Cahn, einem Leo Sohn, 793 kg schwer und 8/8/8g bewertet bei € 2600,- Berücksichtigt
man dann die fällige Gebühr noch ist das weniger als der Schlachtwert. Nicht verwunderlich war es daher, dass etliche Züchter
ihre Tiere wieder mitnahmen. Jedermann kennt den hohen Profit den der Einsatz guter Blonder Bullen bringt, wenn kein fairer
Preis erzielt wird, muss man auch mal einen Bullen schlachten. Dadurch bleibt wenigstens eine Deckstelle leer, die ansonsten
für acht bis zehn Jahre von einem „Schnäppchen“ besetzt wäre.
Geiz ist geil war gestern, faire Preise sind die Voraussetzung dass alle leben können.


Theo Simon





geprüfte Bullen aus Eickelborn –


Am 10. Januar 2009 fand bei eisiger Kälte die Auktion von 67 streng selektierten Fleischrinderbullen statt.
Neben 35 Limousinbullen stand nach längerem auch wieder ein größeres Kontingent von 17 Charolaisbullen
zur Versteigerung. 7 Blonde d`Aquitaine-, 4 Angus- und 3 Fleckviehbullen rundeten das Rassespektrum ab.
Aus Sicht der Blonde d`Aquitaine Zucht können wir mit der Auktion sehr zufrieden sein. Die Preise der
blonden Bullen lagen zwischen 2.000 € und 4.600 €. Der am stärksten umworbene und somit am teuerste
Bulle kommt aus der Zucht von Georg Hummelsheim, Leverkusen. Sehen Sie mir als Verfasser dieser Zeilen
bitte nach, wenn ich diesen Bullen lobe, da es sich zufällig um meinen eigenen handelt. Dieser Bulle `Tommte´
ist mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht von 37 kg ausgestattet, die Tageszunahme in der Prüfung lag bei
1844 gr. , bei einer Futterverwertung von 55,7 MJME/ kg Zuwachs. Eben diese Futterverwertung ist als ausge-
zeichnet zu bewerten, wenn man bedenkt, dass der Durchschnitt aller in Eickelborn geprüften Blonden Bullen aus
den Jahrgängen 2007 / 08 ( 112 an der Zahl) bei hervorragenden 63,5 MJME je kg Zuwachs liegt und dieser
Wert von 63,5 nur von den Piemontesern getoppt wird. Bedenkt man weiter, dass in der Mutterkuhhaltung auch
in Zukunft gewinnbringend gewirtschaftet werden soll, und dies bei immens gestiegenen Kraftfutterkosten, so ist
es immer wichtiger, dass die Tiere aus ganz wenig ganz viel machen, - sprich: möglichst mit dem Grundfutter aus-
kommen! Der Vater von `Tommte` ist der Bulle Tryan, ein Pepito-Nachkomme aus der Zucht Barbaz. Pepito steht
auch für frühreifere Tiere. Die Mutter Rieuse hat bei 5 Abkalbungen 5 gesunde Kälber zur Welt gebracht und aufge-
zogen. Ihre durchschnittliche Zwischenkalbezeit beträgt 349 Tage. Diese Werte lassen auch die letzten Skeptiker
hinsichtlich geringer Fruchtbarkeit der Rasse ruhiger werden. Nun - der von Kopf bis Schwanz äußerst harmonische
Bulle `Tommte` hat die Bewertung 8 8 8 g erhalten, und ist von einem Produktionsbetrieb im Sauerland, von Herrn
Thomas Wiese aus Schmallenberg, zum Tageshöchstpreis ersteigert worden. Es bleibt zu hoffen, dass der Bulle alle
seine, inneren und äußeren Werte in die Herde von Herrn Wiese über seine Gene einbringen wird.

Tommte
Teuerste Bulle der Auktion "Tommte"

Ebenfalls hoch interessant der Bulle `Iljos` von Carl Beermann aus Waltrop: Ein niedriges Geburtsgewicht von 40 kg,
Tageszunahmen in der Prüfung von 1659 g und eine Kör-TZ von 1601 g, brachten den am 19.10.2007 geborenen
Bullen ein Tagesgewicht von 702 kg. Iljos ist ein Sohn des Imperators, den Hr. Beermann seinerzeit von Herrn Albrecht
Dörendahl, Welver, ebenfalls über Eickelborn ersteigert hatte. Imperator hatte damals im Ring schon einen hervorragenden,
bleibenden Eindruck hinterlassen, da er schon im jährigen Alter eine sehr ausgeprägte, plastische Muskulatur aufwies.
Herr Tiex von der RUW sagte einmal wörtlich: „ … diese blonden Bullen lachen einen an“. Iljos Mutter, die Fine, eine
hochbewertete Fallou-Enkelin, hat mit ihrem ersten Kalb`Iljos` durch die passende Anpaarung mit Imperator einen Bullen
erzeugt, der 8 8 7 g bewertet wurde und die zweitgrößte Rückenmuskelfläche (118!!) von allen an diesem Tag zur
Versteigerung gelangten Bullen aufzuweisen hatte. `Iljos` wurde verkauft an einen blonden Herdbuchbetrieb und Produktions-
betrieb nach Hessen. Sehr erfreulich, dass augenscheinlich auch die Produktionsbetriebe die Qualitäten der Blonden Bullen
zu schätzen wissen und sie bereit sind, tiefer in die Tasche zu greifen, um qualitätsvolle Absetzer zu produzieren. `Iljos`
brachte einen Steigpreis von 3.400 €.

Der drittteuerste Bulle, der Bulle `Toulose` aus der Zucht von Berthold Frede, Greven, erbrachte einen Steigpreis von 3.100 €.
Der mit 8 8 8 g bewertete Bulle war ebenfalls bestens bemuskelt, hatte ebenfalls ein niedriges Geburtsgewicht von 37 kg und
eine Kör – Tageszunahme von 1585 g. Der Vater Trophee ist interessanterweise auch ein Sohn des Pepito, der auch Großvater
zu `Tommte` ist. Auch hier ist deutlich zu erkennen, dass die Frühreife immer wieder betont werden muss, wollen wir in Deutschland
erfolgreich am Markt bestehen!


Die Auktion hat deutlich gezeigt, dass die drei teuersten Bullen mit hervorragenden Proportionen hinsichtlich Skelett – und Muskelatur-
entwicklung die in unserem Land favorisierten Bullen sind.
Der sehr typvolle, großrahmige Caillou von Christian Schenkel, Bad Berleburg, bewertet mit 8 7 7 g, Steigpreis 2.700 €, ist nach
französischem Vorbild gezüchtet. Er steht voll im Zuchttyp, viel Rahmen bei noch nicht so ausgereifter Muskulatur. Gut möglich,
dass Caillou in 2-3 Jahren der schwerste all dieser 4 Bullen ist und die frühreifen Typen in den Schatten stellt. Und es ist auch gut so,
dass wir auch diese Typen haben, denn Größe zu züchten dauert Generationen, Fleisch zu züchten geht um einiges schneller.
Insgesamt kann die Auktion in Haus Düsse aus Sicht der Blonde d`Aquitaine Zucht als hervorragendes Schaufenster und beste
Werbung für unsere Rasse gesehen werden.
Auch deshalb sei an dieser Stelle dem gesamten Team von Herrn Müsch, die durch exzellente Organisation die Bullen optimal
präsentieren , sowie dem Auktionator Herrn
Dr. Dissen, der mit seinen flotten Sprüchen immer für eine elektrische und heitere Stimmung sorgt, ein aufrichtiges Dankeschön gesagt!

Eickelborn ist immer eine Reise wert!


G. Hummelsheim